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Die Arthrose (auch Arthrosis deformans genannt) ist eine chronische, schmerzhafte, zunehmend funktionsbehindernde Gelenkveränderung, meist infolge eines Missverhältnisses zwischen Tragfähigkeit und Belastung. Es kommt zur Abnutzung der Gelenkfläche. Die Arthrose wird häufig als typische Alterskrankheit bezeichnet, sie kann jedoch auch infolge eines Gelenktraumas entstehen (posttraumatische Arthrose). Auch Leistungssportler sind bei starker Gelenkbelastung häufig schon in jungen Jahren betroffen und auch ein fehlender Meniskus (fehlende Gelenkpufferung) oder eine Fehlbelastung (z. B. bei Beinachsenfehlstellung) können zur vorzeitigen Abnutzung der Gelenkoberfläche führen. Die meisten Arthrosen entstehen an den Gelenken, die durch die Schwerkraft belastet sind (z. B. Knie, Hüfte Sprunggelenk). In der Frühphase der Arthrose ist nur der Knorpel betroffen, später folgen Veränderungen am Knochen. Neben dem passiven Abrieb kommt es zusätzlich zu aktiven Prozessen mit Verformung des Knochens und Veränderung der Knochenstruktur. Die Oberfläche des Knochens wird zunehmend unregelmäßiger und es bilden sich Randzacken (Osteophyten) und Zysten. Durch die mechanische Verletzung der Gelenkoberfläche werden körpereigene Entzündungsfördernde Botenstoffe wie das Interleukin-1 freigesetzt. Dieser Prozess ist bei akuten Verletzungen sehr wichtig, denn so wird die körpereigene Abwehrreaktion (z. B. gegen Fremdkörper) angekurbelt. Bei chronischen Prozessen wie der Arthrose kann diese Reaktion jedoch außer Kontrolle geraten. Interleukin-1 lagert sich an den Knorpelzellen an und bewirkt die Freisetzung knorpelzerstörender Enzyme. Der Abbau von Knorpelsubstanz wird gefördert und die Zerstörung der Gelenke schreitet fort. Durch die Entzündung kommt es auch zu Veränderungen im Bereich der Gelenkinnenhaut und der Gelenkkapsel sowie der Muskulatur. Als Folge können weiterhin auftreten: Schwellung des Gelenks, Gelenkerguss und zunehmende Deformation (Verformung) des Gelenks. Die Arthrose beginnt meist schleichend und verläuft zunächst langsam. Was mit leichten, belastungsabhängigen Schmerzen beginnt, kann sich als der Anfang der Erkrankung herausstellen.
DiagnostikBei der körperlichen Untersuchung fallen eventuell bereits eine veränderte Gelenkform, eine Schwellung und Gelenkgeräusche bei der Bewegungsprüfung auf. Mit der Bildgebenden Diagnostik (Röntgen, CT oder MRT) lässt sich die Diagnose Arthrose zunehmend sicher stellen. Bei leichtgradiger Arthrose wird die Diagnose teilweise erst bei einer Arthroskopie gestellt.
Therapie Die Therapie der Arthrose ist abhängig vom Stadium der Erkrankung. Bei leichter oder mittlerer Arthrose kann z. B. die Behandlung mit Interleukin-1-Antagonisten sinnvoll sein, während bei ausgeprägter Arthrose meistens ein Gelenkflächenersatz (Endoprothese ) erforderlich ist. Zu den Vorbeugenden Maßnahmen gehören unter anderem die Gewichtsreduktion und viel Bewegung mit geringer Belastung (z. B. Schwimmen, Radfahren).
Unsere operativen Therapien: Schulter : Knie: Hüfte: Sprunggelenk: Fuß: Interleukin-1-Antagonist Therapie: Die Behandlung der Arthrose mit dem körpereigenen Hemmstoff Wie oben beschrieben wird die Arthrose durch die Freisetzung von dem Entzündungsfördernden Botenstoff Interleukin-1 beschleunigt. Es gibt jedoch auch einen körpereigenen Gegenspieler, den Interleukin-1-Antagonisten. Der Interleukin-1-Antagonist blockiert das entzündungsfördernde Interleukin-1. Der Interleukin-1-Antagonist kann aus dem eigenen Blut gewonnen werden. Nach der Blutentnahme wird der Interleukin-1-Antagonist in einem Labor angereichert und anschließend in konzentrierter Form in das Kniegelenk des Patienten injiziert. Somit wird das am Krankheitsgeschehen beteiligte Interleukin-1 in seiner schädigenden Funktion direkt vor Ort gehemmt und das fortschreiten der Arthrose wird reduziert. Wir bieten die Therapie mit dem Interleukin-1-Antagonisten seit 1999 in unserer Praxis an. Die Kosten dieser Therapie werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
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