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| Knorpel und Knorpeldefektsanierung |
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Unterschiedliche Knorpeldefekte mit verschiedenen Ursachen
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Der Defektbereich wird ausgestanzt | Das Transplantat wird passgenau zugeschnitten | Die Korpelzellen werden mit der Matrix in den Defekt gelegt | Die Matrix wird fixiert |
Videoanimation (Link zu externer Seite)
Bevor die 3D-ACT-Technik entwickelt wurde, wurden die Knorpelzellen ohne eine Matrix direkt in den Defekt eingebracht und mit einem Knochenhautlappen befestigt. 1994 wurden erstmals Ergebnisse über diese Technik mit bis zu 75% guten und sehr guten Ergebnissen berichtet [Brittberg M. et al.: Treatment of deep cartilage defekts in the knee with autologous chondrocyte transplantation. N Eng J Med 1994 (331) 889-895]. Bemängelt wurde allerdings, dass der transplantierte Knorpel sich nicht wie der gesunde hyaline Knorpel dreidimensional ausrichtete, damit nicht so belastbar war und dass die Fixation des transplantierten Knorpels mit einem Stück Periost
(Knochenhaut ) zu einer überschießenden Transplantatreaktion an der Gelenkfläche führte.
Durch die neuere 3D-ACT-Technik wurden die Ergebnisse deutlich verbessert. Die entnommenen Knorpelzellen werden auf ein Trägermaterial (abdeckende Membran mit einem darunter liegenden Schwamm) eingebracht, so dass sich die Zellen dreidimensional verteilen können und hochwertiger hyaliner Knorpel entsteht. Die Fixation des Transplantates erfolgt mit dünnen, resorbierbaren Nähten oder mit kleinen resorbierbaren Stiften (Pins) und ohne Knochenhaut.
Die Dauer zur Herstellung des Transplantates beträgt nach der Knorpelentnahme nur noch ca. 3 Wochen. Dies hat zu einer Verbesserung der Ergebnisse und einer kürzeren Behandlungsdauer geführt.
Ablaufplan der Operationen
- Erste OP: Arthroskopische Knorpelentnahme, 1-2 Tage stationär.
- Knorpelzellvermehrung im Labor. Wartezeit von der ersten bis zur zweiten OP ca. 3 Wochen.
- Zweite OP: Knorpeltransplantation (3D-ACT), 4-5 Tage stationär.
Nachbehandlung:
Bei Knorpeltransplantation in der Hauptbelastungszone (Femurkondyle):
6 Wochen 20 KG Teilbelastung ( Sohlenkontakt ) an Gehstützen bei freier Beweglichkeit, anschließend schrittweise Belastungssteigerung um 30 kg alle 2 Wochen bis zur Vollbelastung. Radfahren und Schwimmen sind nach Abschluss der Wundheilung erlaubt, sowie leichte isometrische Anspannungsübungen. Nach Erreichen der Vollbelastung: Muskelaufbau- und Koordinationstraining.
Sprung- und Laufsportarten erst nach einem Jahr.
Bei Knorpeltransplantation im Bereich der Kniescheibe ( Patella):
20 Kg Teilbelastung ( Sohlenkontakt ) für eine Woche, dann Vollbelastung, Bewegungsausmaß aber für 6 Wochen auf maximal 30° Flexion (Beugung mit Schiene limitiert).
Ab der 6. postoperativen Woche Steigerung der Flexion alle 2 Wochen um 30 Grad, ab 90° Flexion kann die Schiene abgenommen werden.
Nach Erreichen von 90 Grad Beugung ist Radfahren und Schwimmen erlaubt, vorsichtiger Muskelaufbau durch isometrisches Training.
Sportarten mit hohem Sturzrisiko sind erst nach einem Jahr erlaubt.
Keine Zuzahlung / Norddeutsche Referenzklinik für Knorpeltransplantation
In der Park-Klinik Manhagen können wir gesetzlich versicherten Patienten diese Behandlung ohne Zuzahlung anbieten. Die Park-Klinik wurde 2002 von den Krankenkasse zur norddeutschen Referenzklinik für Knorpelzelltransplantation ernannt.
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