PUBLIKATIONEN

KAI-UWE JENSEN, WILHELM KLEIN

DIE ARTHROSKOPIE DER SCHULTER

DIAGNOSTIK UND OPERATIONSVERFAHREN

Stiftung zur Förderung der Arthroskopie, Heft 5, 1993

Abstract

Artikeltext

Bildtafel 1
Lagerung und Instrumente

Bildtafel 2
Arthroskopische Zugänge

Bildtafel 3
Diagnostische Arthroskopie

Bildtafel 4
Caspari-OP

Bildtafel 5
Impingement-Syndrom

Bildtafel 6
RM, Kalk, Dokumentation

Einleitung

Die Arthroskopie des Schultergelenkes ist heute als Standardeingriff zu betrachten. Die ursprünglich rein diagnostische Arthroskopie des Schultergelenkes hat sich zu einem operativen Verfahren entwickelt, das heute zahlreiche Eingriffe am Schultergelenk zuläßt. Die diagnostische Arthroskopie der Schulter ermöglicht dem Operateur eine umfassende Beurteilung der Schultergelenkstrukturen, wie sie mit offenen Operationsverfahren bislang nicht möglich war. Voraussetzung für den Erfolg ist eine standardisierte Technik und ein systematischer Untersuchungsgang, der die schrittweise Inspektion und Beurteilung der anatomischen Strukturen im glenohumeralen Gelenk und im subakromialen Raum ermöglicht. In der Regel ist heute die Arthroskopie des Schultergelenkes mit einem arthroskopisch-chirurgischen Eingriff verbunden. Wichtige operative Eingriff sind die Endoskopische subakromiale Dekompression (ESD) beim chronischen Impingementsyndrom der Schulter und die arthroskopische Bankart-Operation bei rezidivierenden Schulterluxationen. Hinzu kommen Eingriffe an der Rotatorenmanschette, dem Labrum glenoidale und der Bizepssehne. Die Behandlung synovialer Erkrankungen, wie bei rheumatoider Arthritis, synovialer Chondromatose oder PVS, ist ebenfalls arthroskopisch möglich. Offene chirurgische Eingriffe werden zunehmend durch arthroskopische Operationen an der Schulter ersetzt, genauso, wie wir es früher am Kniegelenk erlebt haben. Die Vorteile der arthroskopischen Schultergelenkoperation gegenüber den offenen Verfahren sind geringere Traumatisierung des Gelenkes und dadurch bedingt weniger Schmerzen, bessere Kosmetik, reduzierte Morbidität, frühere Rehabilitation und ein kürzerer Krankenhausaufenthalt mit entsprechender Kostensenkung [11]. Der nachfolgende Artikel gibt praktische Hinweise für die apparative Ausstattung und die Technik der diagnostischen Schulterarthroskopie mit einem weitgehend standardisierten Untersuchungsgang an der Schulter. Die wichtigsten Operationsverfahren werden beschrieben.

 


24.03.1999 rix