Die Schulter ist das Gelenk mit den meisten Freiheitsgraden bei der Bewegung. Die Führung und Stabilisierung beruht im wesentlichen auf dem Zusammenspiel von Muskeln, unterstützt von Kapsel und Bändern. Die Schulter ist daher besonders anfällig für Störungen des Bewegungsrhythmus der umgebenden Muskulatur. | |  |
 | Die knöchernen Strukturen der Schulter von vorne - Akromion: Schulterdach
- Coracoid (processus coracoideus): wörtlich "Rabenschnabelfortsatz"
- Scapula: Schulterblatt
- Glenoid: Die Gelenkpfanne des Schulterhauptgelenkes
- Humerus: Oberarmknochen
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 | Das Gelenk von der Seite Blick auf die Gelenkpfanne ohne Oberarmknochen - Glenoid: die Gelenkpfanne von der Seite.
- Labrum (labrum glenoidale): Meniskusartiger Faserknorpel, dient der Zentrierung des Oberarmknochens in der Gelenkpfanne. Der Zipfel oben ist der Ansatz der (langen) Bizepssehne.
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 | Die Kapsel und die Bänder Die das Gelenk umgebende Kapsel ist für die passive mechanische Stabilisierung verantwortlich. Vorne ist sie zu bandartigen Strukturen verdickt, deren Riss bei Schulterluxationen für die Instabilität verantwortlich ist. Die in der vorigen Abbildung angedeutete Bizepssehne wird hier im Verlauf gezeigt. Ein ganz wichtiges Band verläuft vom Schulterdach zum Coracoid: das "Ligamentum corcoakromiale". Entwicklungsgeschichtlich stellt es ein Überbleibsel aus unserer Vierfüßlerzeit dar. Beim Menschen trägt es mit zu einem Engpass unter dem Schulterdach bei (Impingement ) und wird bei einer Operation deswegen mit entfernt. |
 | Rotatorenmanschette Die Muskeln der Rotatorenmanschette sorgen für eine aktive Stabilisierung und Zentrierung der Schulter. Der markierte Bereich ist besonders anfällig für einen Engpass (Impingement) oder gar für einen Riss. |
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