Unter einer Schulterluxation versteht man das Auskugeln (die Luxation) des Schultergelenks. Bei der Schulterluxation wird die Gelenkkapsel maximal gedehnt, und meist kommt es zu einer Rissbildung am Labrum-Ligament-Komplex zwischen Gelenkkapsel und Gelenkpfanne . Diese Verletzung wird Bankart-Läsion genannt. Mitunter gibt es zusätzlich knöcherne Absprengungen der Pfanne ("knöcherne Bankart-Läsion") und/oder Knocheneinbrüche am Oberarmkopf ("Hill-Sachs-Delle"). Erneute Luxationen sind speziell bei jungen und sportlich aktiven Patienten wahrscheinlich. Dabei besteht jedes Mal die Gefahr der weiteren Schädigung des Schultergelenkes. | |  |
Für die Operation der instabilen Schulter nach Schulterluxation gibt es bewährte offene und arthroskopische Verfahren. Wir bevorzugen die arthroskopische Operationstechnik, da diese unserer Meinung nach folgende Vorteile hat: - Minimale Hautschnitte. Ein großer Hautschnitt wie bei den offenen Verfahren ist nicht erforderlich.
- Weniger Operationstrauma. Für den Zugang zum Gelenk müssen keine Muskeln durchtrennt werden und die Gefahr von Nerven- oder Gefäßverletzungen ist geringer.
- Mit dem Arthroskop
kann der Operateur das komplette Gelenk inspizieren und sich so einen sehr guten Überblick verschaffen. Begleitverletzungen können so besser erkannt werden.
Auch chronische, schwer instabile Schultern nach vielen Luxationsereignissen lassen sich arthroskopisch stabilisieren! Dies zeigte unsere Nachuntersuchungsstudie bei 104 Patienten. Die Arthroskopische Operation der instabilen Schulter - Die Bankart-OperationEs werden drei jeweils ja 1 cm große Hautschnitte durchgeführt. Durch diese Hautschnitte werden das Arthroskop und die Instrumente in das Gelenk eingebracht. Der Operateur hat nun einen direkten Blick in das Schultergelenk. Blick in das Schultergelenk:  Der Riss zwischen Kapsel und Pfanne wird inspiziert, geöffnet und angefrischt (siehe Abbildung oben). Die Blutung fördert die Heilung.  Anschließend erfolgt die Naht mit resorbierbaren Ankern. Dabei wird die Gelenkkapsel so an die Gelenkpfanne genäht, dass es zu einer Volumenreduktion der zuvor gedehnten Kapsel kommt.
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